Bundesweiter Aktionstag der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer am 18.09.2019

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PARITÄTISCHER fordert stärkere Einbindung der Migrationsberatung in die Integrationsarbeit der Kommunen

Stuttgart 18.09.2019  Zum heutigen Aktionstag der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) fordert der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg, die Arbeit der Migrationsberatung stärker mit der Integrationsarbeit in den Kommunen zu verzahnen. Nur mit der Einbindung aller Akteure könne Integration gelingen, so der Verband.

„Auf kommunaler Ebene darf die Arbeit von Integrationsmanager*innen im Land nicht dazu führen, dass die bewährte und erfolgreiche Beratungstätigkeit von Migrantenberatungsstellen in den Hintergrund gedrängt wird. Vielmehr können nur beide gemeinsam dem steigenden und umfassenden Beratungs- und Unterstützungsbedarf gerecht werden“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Dabei ist es besonders wichtig, die MBE Beratungsstellen in alle kommunalen Netzwerke vor Ort einzubinden. Das Beratungsangebot ist breit aufgestellt und umfasst alle Lebensbereiche“, sagt Wolfgramm weiter. Die Migrationsberatung trage wesentlich zu einer gelingenden Integration von Zuwanderern bei und sei deshalb gleichzeitig eine Investition für eine vielfältige Gesellschaft und gegen Rechtextremismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft, so die Vorstandsvorsitzende.

Die erfolgreiche Arbeit der Migrantenberatungsstellen im Land, lässt sich durch die hohe Zufriedenheit der Klient*innen und an der deutlichen Verminderung des Transferleistungsbezugs der Ratsuchenden belegen. Das Beratungsspektrum umfasst auch Fragen zu Deutschkursen, Anerkennung von Schulabschlüssen und Ausbildungen, die Anmietung von Wohnraum, Gesundheitsversorgung oder zu Familienangelegenheiten. Unter dem Dach des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg befinden sich landesweit zehn Migrantenberatungsstellen. Weitere Informationen unter www.mbe.paritaet-bw.de

Hintergrundinformation:
Die freie Wohlfahrtspflege als Träger der MBE ist Mitgestalterin des Sozialstaates im Sinne des Subsidiaritätsprinzips. Das geförderte Beratungsangebot MBE ist Bestandteil des Integrationsangebotes des Bundes und bietet seit 2005 anerkannte Anlauf- und Beratungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund in ganz Deutschland an. Die freie Wohlfahrtspflege sowie der Bund der Vertriebenen sind Träger der MBE und organisieren die Beratung vor Ort. Die MBE ist zeitlich befristet und individuell. Zuwanderer können die MBE bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen.


Hina Marquart M.A.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg
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