Zumeldung zur Veröffentlichung des PARITÄTISCHEN Armutsberichts 2018 am 13.12.2018

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PARITÄTISCHER korrigiert falsche Bilder der Armut und fordert neue Armutspolitik

Stuttgart/Berlin 13.12.2018    „Der PARITÄTISCHE Armutsbericht 2018 belegt aufs Neue, dass die Armut im Land auf einem traurigen Rekordhoch ist, das sich nahezu jährlich steigert“, konstatiert Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Ebenso wie die Zahl der Armen geht jedoch die Wirtschaftsentwicklung nach oben, nimmt auch Reichtum zu und Arbeitslosigkeit ab. „Wo jedoch der Reichtum ebenso wächst wie die Zahl der Armen“, so Wolfgramm, „muss von sozialstaatlichem Versagen gesprochen werden.“

Ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland ist erwerbstätig, jede*r vierte arme Erwachsene ist in Rente oder Pension und nur ein Fünftel ist arbeitslos, so nur einer der vielen brisanten Befunde des Armutsberichtes. „Armut ist also kein alleiniges Risiko sogenannter „Randgruppen“ mehr“, sagt Ursel Wolfgramm. „Armut reicht weit in die Mitte der Gesellschaft hinein, sie betrifft gerade auch gebildete Menschen ohne Migrationshintergrund.“

Mit den vorgelegten Zahlen sei klar, wohin die Reise auch in unserem wirtschaftsstarken Land gehen müsse, so Wolfgramm weiter: „Es bedarf hier durchgreifender Reformschritte, sei es bei der Grundsicherung, bei Renten, im Umgang mit Langzeitarbeitslosigkeit, in der Bildung oder auch im notwendigen Ausbau sozialer Infrastruktur vor Ort.“

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg begrüßt in diesem Zusammenhang die von der Landesregierung geplante regelmäßige Aktualisierung der Kerndaten des Armuts- und Reichtumsberichtes des Landes aus dem Jahr 2015. „Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Wolfgramm. „Anhand der so erhobenen Zahlen wird ein Monitoring möglich sein, auf dessen Grundlage dann aber zwingend auch gehandelt werden muss.“

Informationen zum Armutsbericht 2018 im Anhang sowie unter https://www.der-paritaetische.de/presse/armutsbericht-2018-paritaetischer-korrigiert-falsche-bilder-der-armut-und-fordert-neue-armutspolitik/


Hina Marquart M.A.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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